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Ganz schön naiv, mein Kinderlied von der Werbung:
“Du mit deiner Werbung, sei bitte still.”
In dem Lied geht es mir darum, Werbung einfach als Werbung sichtbar zu machen. Ein zweiter Schritt wäre dann das “kritische Hinterfragen“, wie man früher, in der guten alten Zeit sagte.
Aber leider scheint die trockene Ratio nicht besonders effektiv zu sein, wenn es ums Lernen und die Gestaltung unseres Alltages geht, wie das Handelsblatt im Artikel Ferngesteuerter Geschmack beschreibt.
In einer Versuchsanordnung mit identischen Lebensmitteln bevorzugten Kinder stets die Waren, die in der Verpackung einer bekannten Fast-Food Kette daherkamen. Je mehr Fernseher im Elternhaus zur Verfügung standen, desto ausgeprägter zeigte sich dieses Verhalten.
Jetzt kann man natürlich bedenklich den Kopf schütteln und analog zu meinem Lied versuchen, eine kritische Haltung bei Kindern zu erzeugen.
Man kann aber auch sagen: Donnerwetter! Da haben aber Menschen ihre Botschaft offensichtlich kindgerecht (vielleicht genauer: der kindlichen Wahrnehmung gemäß) und effektiv vermittelt.
Provokativ gefragt: Was können die Werberinnen und Werber, das die Lehrerinnen und Lehrer nicht können? Oder kann man das nicht vergleichen, weil beide unterschiedliche Hirnareale ansprechen wollen/ müssen?
Wenn effektives Lernen so funktioniert wie effektive Werbung: kann man dann auch Lesen, Schreiben und Rechnen auf die gleiche angenehme Art lernen wie “Pommes mit dem M schmecken am besten”?