So sagt, vereinfacht ausgedrückt, der vorsokratische Philosopk Heraklit. Genauere Informationen zu Heraklit und seiner Philosophie gibt´s in der Wikipedia.
Heraklit ist der erste, der das Prinzip der Dialektik dargestellt hat: das Prinzip der Gegensätze, die einander bedingen und aus deren Kampf ständig neue Dinge hervorgehen. Diesem Ansatz entspringt das andere berühmte Zitat, das ihm zugeschrieben wird: “Der Krieg ist der Vater aller Dinge.” - Nicht nur der Krieg zwischen den Menschen, sondern auch und ganz besonders der Kampf der Polaritäten in der sogenannten unbelebten Welt. Darum sind wir von ständiger Veränderung umgeben - und nicht nur das: auch wir selbst verändern uns ständig.
Wir sind im Fluss.

Foto: © Sabine Langnau
In diesen Kontext möchte ich den Post “In der Ferne” stellen und das Lied “Nun leb wohl, du kleine Gasse …“. Wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, dann gibt es “die Heimat” nicht mehr - für jeden Menschen. Die Heimat verändert sich und wird etwas anderes. Die Landschaft und die Natur ist noch am ehesten beständig, aber das, was das menschliche Leben ausmacht, das miteinander Leben, das verschwindet, indem es jeden Tag neu wird.
Das ist schön ausgedrückt in Wilhelm Müllers Lied vom Lindenbaum, denn Bäume bleiben oft konstant in einem sich verändernden Umfeld und können durch ihre Präsenz eine ganze menschliche Lebenspanne umschließen.
Der Lindenbaum, am Brunnen, vor dem Tore:
Die DDR ist verschwunden - aber auch die BRD der Siebziger und Achtziger gibt es nicht mehr. Die Orte verändern sich in der Zeit.
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