Das Geschehen bei Jesu Verhaftung in Gethsemane illustriert noch einmal das, was ich über Gerechtigkeit geschrieben habe: Hier kann ich vollkommen das Verhalten des Petrus verstehen, der dem Diener des Hohepriesters ein Ohr abschlug.
Die Stelle bei Mäthäus 26:
51. Und siehe, Einer aus denen, die mit Jesus waren, reckte die Hand aus, und zog sein Schwerdt aus, und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab.
52. Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwerdt an seinen Ort; denn wer das Schwerdt nimmt, der soll durch’s Schwerdt umkommen.
53. Oder meinest du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel?
54. Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen.
Die Stelle bei Johannes 18:
10. Da hatte Simon Petrus ein Schwerdt und zog es aus und schlug nach des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein recht Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus.
11. Da sprach Jesus zu Petro: Stecke dein Schwerdt in die Scheide. Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?
“… denn wer das Schwerdt nimmt, der soll durch’s Schwerdt umkommen.” Wir lernen heute eher: Sei auf der Hut! Kämpfe für deine Interessen! - Die anderen kämpfen schließlich auch. Sei kein Loser.
Was hier noch hineinkommt ist die Frage der Opportunität: es ist nicht klug, gegen eine Übermacht zu kämpfen - aber das ist es nicht, was Jesus meint.
“Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.” Das ist Petrus, der dem Malchus das Ohr abschlägt. Er kämpft für die Gerechtigkeit - gegen das, was er als Unrecht sieht. Er steht für seine Überzeugung ein. Und Jesus sagt: lass das nach?
1 Kommentar bis jetzt ↓
1 Schwert und Luft // Nov 6, 2007 at 5:07 am
[...] August 2007 ← In Gethsemane [...]
Einen Kommentar schreiben: