Der Begriff “Senioren” ist in Deutschland negativ besetzt. Im Artikel “Die dynamischen Senioren - Der dritte Frühling” auf der Site des Goethe Instituts [externer Link] erzält der Chefredakteur der Zeitschrift Lenz, Jürgen Sinn, dass “Senioren” in seinem Blatt nicht vorkommt. “Senioren” kommt kurz vor Pflegeheim - oder sie sind im Pflegeheim. Vielleicht weil “Seniorenheim” eine euphemistische Umschreibung für “Altersheim” war. Entschuldigung: Seniorenresidenz, nicht Seniorenheim.
Wenn man lächelt oder wenn etwas witzig ist, dann sollte man genau hinsehen. Oft verbirgt sich dort eine Angst.
Als ich zum Beispiel beim Informationsdienst Wissenschaft [externer Link] las, das erste Symposium der HELP-Initiative für Lebensqualität im Alter finde im Alois-Alzheimer-Auditorium der Universität statt, musste ich lächeln.
Auch die “Seniorencombo“, die anlässlich des Symposiums spielte, regte mich zum schmunzeln an: vielleicht die Rolling Stones? Im Post habe ich mir diese Bemerkung verkniffen, weil HELP [Website der Initiative] die Angst hinter dem Lächeln adressiert und ich wollte keine abgedroschenen Assoziationen hervorrufen.
Das Ringen um Wörter und Witze sind Indizien, dass wir alle hier nicht so richtig weiter wissen.
1 Kommentar bis jetzt ↓
1 Wie mag Sterben sein? // Jan 13, 2008 at 5:49 am
[...] Senioren [...]
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