50 Cent für das kleine Geschäft sind mir eigentlich zu viel - aber was solls: “Not kennt kein Gebot.” Weil man in der Hamburger Innenstadt schlecht wildpinkeln kann muss man zahlen. Es gibt allerdings Alternativen.
Eine sehr angenehme Toilette gibt es in einem Textilkaufhaus auf der Mönckebergstraße, wo eine wirklich freundliche Klofrau auch im größten Trubel für eine angenehme, gepflegte Atmosphäre sorgt. Alle Eintretenden werden mit einem sonnigen, von Herzen kommenden “Hereinspaziert!” begrüßt.
Es gibt keinen festgesetzten Preis, sondern man kann seinen Obulus in eine Suppenschüssel legen, mit (echtem?) Goldrand. Dann hört man “Vielen Dank, tschühüs!”. Es ist so angenehm, hier nicht “einen schönen Tag noch” zu hören.
Herzlichkeit statt Marketinggequatsche: hier zahle ich auch für das kleine Geschäft gerne 50 Cent.
3 Kommentare bis jetzt ↓
1 Mica // Jan 31, 2008 at 11:06 am
Moin,
nach § 6, Absatz 6 der deutschen Gaststättenverordnung ist das “Erheben eines Entgeltes für die Benutzung des Abortes” nicht zulässig!
xtra mal auswendig gelernt, aus gegebenem Anlass…
Beste Micagrüße
2 Detlef // Feb 1, 2008 at 1:20 am
Moin Mica,
ich habe mal nachgeschaut: eine “deutsche Gaststättenverordnung” scheint es gar nicht zu geben, das scheint Ländersache zu sein.
In einer Notlage sollte man also auf jeden Fall zunächst die Website des Deutschen Industrie- und Handelkammertages aufrufen und dort die für das jeweilige Bundesland zutreffende Gaststättenverordnung einsehen! Näheres zu Toiletten in Gaststätten.
3 Toiletten in Gaststätten // Feb 1, 2008 at 2:06 am
[...] 50 Cent für das kleine Geschäft [...]
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