Ein Lanze für die Menschen, die im Elektronik-Fachmarkt arbeiten: “Ihr seid Heldinnen und Helden!”
Wenn ich eine Stunde in diesen Verkaufshallen war, dann bin ich fertig von der Luft, dem Gedränge und dem Krach. Dabei muss ich mich noch nicht einmal alle 20 Sekunden ansprechen lassen und antworten: “Ich habe gerade einen Kunden. Bitte warten Sie. Ich bin gleich bei Ihnen.” - Wie schafft man das 8 Stunden lang? 40 Stunden die Woche? 11 Monate im Jahr? Alle Achtung!
Als Kunde ist es natürlich auch nicht so einfach, wenn man etwa eine Beratung braucht. Hängt man sich an die Versen eines Verkäufers, der gerade einen Kunden hat und wartet auf die Gelegenheit diesen Verkäufer zu hijacken oder stellt man sich brav in die Reihe am Stehpult, über dem “Info” steht?
Ich habe mich für das Letztere entschieden. Hier kommt man ins Gespräch. Vor mir steht ein Mann mit seiner originalverpackten Computertastatur.
“Noch kein Jahr alt und schon kaputt. 100 Euro hab’ ich bezahlt. Das geht nicht!”
“Gar nicht so einfach hier”, antworte ich. “Vielleicht sollte man vormittags kommen.”
“Aber wer hat denn vormittags Zeit?”
“Einen Tag Urlaub nehmen, weil man zu [Piepton] muss.”
“Aber freundlich sind ’se. Und kulant sind ’se auch - da kann man nix sagen.”
Das stimmt: der Herr bekommt eine Gutschrift auf seine Tastatur und auch ich komme schließlich an die Reihe.
Helden!
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