Detlef Cordes

Musik & Video

Wurst und Gemütlichkeit

29. 01. 08 3 Kommentare

Wurst und Gemütlichkeit: Ein Lied über das schöne Leben auf dem Sofa.
(Das Lied zum Tag im Flash Player.)

Bei diesem Lied habe ich Jazz und Volksmusik kombiniert. “Stulle mit Wurst” kann man gut zum 3/4 Takt singen. Im Jazzteil gibt es zum Ausgleich jede Menge verminderte Bebop-Quinten.

Das Wort “Stulle” ist glaube ich aus der Mode gekommen.

Ich mach’ mir mal ‘ne Stulle. ‘ne schöne Stulle mit Mettwurst.

Das ist bodenständiger und farbiger als:

Ich schmier mir mal ‘ne Scheibe Brot mit Mettwurst.

Im Supermarkt gibt es jetzt abgepackte Bio-Mettwurst. Ob die von glücklichen Schweinen ist? Schweine, die im Matsch gewühlt haben? Ach, wie ich das hoffe!

Tags: Kultur · Lieder · Menschen · Musik · Persönlich

3 Kommentare bis jetzt ↓

  • 1 elisa // Jan 30, 2008 at 3:49 pm

    “Im Supermarkt gibt es jetzt abgepackte Bio-Mettwurst. Ob die von glücklichen Schweinen ist? Schweine, die im Matsch gewühlt haben? Ach, wie ich das hoffe!”

    schön, dass Sie zumindest hoffen … dennoch würde ich Sie gern etwas fragen:

    macht es einen unterschied, ob das unschuldige und wehrlose opfer eines überflüssigen mordes, ein glückliches leben hatte, oder nicht? man könnte in dem fall dazu tendieren, es als unbedeutend weniger fürchterliches übel zu betrachten - doch würde “im matsch wühlen” tatsächlich jemals gezielte, zum tode bestimmte züchtung kompensieren können?

    eine kleine übersetzung:
    würden wir den mörder eines glücklichen menschen für weniger schuldig befinden, als denjenigen, der einem unglücklichen das leben nimmt?

    liebe grüße,
    elisa

  • 2 Detlef Cordes // Jan 31, 2008 at 2:11 am

    Ich finde schon, dass es nicht egal ist, ob Tiere artgerecht gehalten werden oder nicht.
    Hausschweine werden seit Jahrtausenden gehalten, um geschlachtet zu werden - sonst würde es diese Art nicht geben.
    Ich kann nachvollziehen, dass es Menschen gibt die sagen, Tiere zu töten sei prinzipiell verwerflich. Diese Auffassung steht gegen eine sehr, sehr lange Tradition und gegen eine selbstverständliche gesellschaftliche Praxis. Wie zum Beispiel: mal eben ‘ne Stulle mit Wurst essen. - Mach dir klar: Für deine Stulle ist ein Lebewesen gestorben.
    Das war früher wesentlich klarer, als Menschen noch mit ihrem “Vieh” zusammen lebten und selbst schlachteten. Das Schlachtschwein musste über Jahre jeden Tag gepflegt und versorgt werden. Heute tritt das Tier nur noch als abgepackte Wurst in Erscheinung, was der Würde des Tieres, aber auch des Essenden nicht gerecht wird.
    Ich glaube trotzdem nicht, dass es realistisch ist, dass wir alle Veganer werden.

  • 3 Ich werde Vegetarier // Feb 20, 2008 at 3:29 pm

    [...] musste schuldbewusst an meinen flapsigen Song von der Stulle mit Wurst und Elisas mahnenden Kommentar dazu denken: Man sollte kein Fleisch mehr [...]

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