Die Reeperbahn in Hamburg auf Sankt Pauli hat ihren Namen von den Reepern, die hier früher Reeps, also besonders dicke Taue zur Benutzung auf Schiffen herstellten.
“Reep” ist plattdeutsch, oder wie es in der Hochsprache korrekt heißt: niederdeutsch. Das Reep ist den meisten wahrscheinlich bekannt als “Fallreep“. Das ist die Strickleiter die an der Bordwand herabgelassenwird, wenn jemand aus einem Beiboot an Bord kommen möchte.
Oft gehörter Filmsatz:
“Lasst das Fallreep runter!”
Die Reeps und Schiffstaue mussten sehr lang, dick und zuverlässig sein. Darum wurden zu ihrer Herstellung lange gerade Bahnen gebraucht: die Reeperbahnen, die natürlich viel Platz benötigten.
Aber auch in früheren Jahrhunderten waren City-Immobilien knapp und teuer. Darum wichen die Reeper auf die Strecke zwischen den Städten Hamburg und Altona aus: die Strecke zwischen Millerntor (Hamburg) und Nobistor (Altona).
Und da findet ihr auch heute noch die Reeperbahn. Hanf wird hier allerdings nicht mehr zur Herstellung von Tauwerk benutzt.
Dieser Film zeigt die Reeperbahn heute.
1 response so far ↓
1 Reeperbahn-Bummel mit Kafka // Mar 28, 2008 at 6:18 am
[...] Warum heißt die Reeperbahn Reeperbahn? [...]
Leave a Comment