Heinrich Heine als “romantique défroqué”. Romantik im Keim erstickt. Das Gedicht “Ich steh auf des Berges Spitze” aus Heinrich Heines Lyrischem Intermezzo verdeutlicht dieses Konzept wie kaum ein anderes seiner Werke.
Ich steh auf des Berges Spitze, gesungen und gespielt von mir:
Den Text habe ich auf meinen Heine Seiten aufgeschrieben.
Zunächst geht es romantisch “auf des Berges Spitze” los. Die Schwalbe baut ein Nestchen, die Nachtigall singt nachts von der grünen Linde herab.
Dann aber kommt der Gimpel, oder vielmehr: die Gimpel, denen die Liebste hold ist. “Jedem Gimpel stillst du den Schmerz“. Das ist allerdings nicht mehr romantisch. Die vierte Strophe des Gedichtes zieht den drei ersten den feierlich verträumten Teppich unter den Füßen weg.
Die romantischen Motive werden zunächst eingeführt, um dann ironisiert zu werden.
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