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“Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt”
meinte Ludwig Wittgenstein - ich konnte ihm da nie zustimmen. Deshalb habe ich mein Philosophie-Studium abgebrochen und mich der Musik zugewandt. Weil ich der festen Überzeugung bin, dass die wirklich wichtigen Dinge nicht gesagt sondern erfahren werden.
Andererseits sollte man ja erklären können, was man so macht und warum man das macht.
Ich habe nie Klavierspielen gelernt, aber habe schon als Kindergartenkind am Klavier meine Gefühle ausgedrückt. So dissonant und schrill wie das klang fühlte ich mich auch, und ich bin den Menschen, die damals um mich waren sehr dankbar, dass sie das toleriert haben.
In der Grundschule kam der Flötenchor. Den Schmerz über den Tod meines ersten Hundes habe ich in die C-Flöte geblasen - viele Nachmittage lang, wahrscheinlich immer a-moll. Denn meistens habe ich improvisiert. Lieder zu lernen war mir viel zu anstrengend und es ging mir ja darum, meine Trauer direkt auszudrücken.
Manchmal, wenn es ohne große Schwierigkeiten klappte, verwendete ich auch Lieder aus der Tradition, wie zum Beispiel Schneeflöckchen Weißröckchen - als Beschwörungslied, dass es endlich Schnee geben sollte.
In den 70ger Jahren lernte ich Rock, Pop, Blues und Jazz und den Begriff “Improvisation” kennen und wusste: das war schon immer meine Musik.
Dann tauchte der Gitarrist Mahavishnu John McLaughlin mit seinem Mahavishnu Orchestra und der Verbindung von indischer Philosophie und Musik auf und natürlich die Beatles mit Songs wie “Across the Universe”, die zuerst mein Interesse und dann meine Liebe zur indischen Philosophie weckten. Das waren Vorbilder und Ansprüche, an denen ich gescheitert bin.
Auf meinen Websites bin ich jetzt wieder zum Ansatz des Grundschulkindes Detlef zurückgekehrt, einfach Gefühle in Musik auszudrücken und mich dabei des Materials aus der Tradition zu bedienen, wo dies möglich ist.
Und weil das Leben so vielschichtig ist, so wenig unter eine Kategorie einzuordnen, weil Stimmungen und Gefühle so unterschiedlich sind: darum geht es in meinem Angebot auch ganz schön durcheinander. Von “Alle meine Entchen” zu “Großer Gott wir loben Dich” - von “Den ganzen Tag kann man nicht lustig sein” zu Franz Kafka: swingend im Leben schwingend.
Kann man das alles auf einen Ansatz bringen? Vielleicht - ich bemühe mich jetzt ja gerade, es zu tun. Die meisten Menschen interessieren sich für einen bestimmten Teil meines Angebotes. Die Kinderlieder, die Kirchenlieder, die Gedichtvertonungen, die Volkslieder.
Für die, die sich fragen “Was ist das denn für ein Bauchladen?” habe ich diesen Text geschrieben - und für mich selbst.